FAQ - Antworten auf Ihre Fragen zur Geburtshilfe

Grundsätzlich erfolgt die Erstversorgung der Neugeborenen im Kreißsaal durch die Geburtshelfer, durch Hebammen und Ärzte. Das ist Teil unserer Arbeit und Fortbildung. Dennoch gibt es Situationen, in denen ein Kinderarzt benötigt wird. Hierfür ist immer ein Kinderarzt in Bereitschaft, der rund um die Uhr ins Haus kommt. Für dringende Notfälle werden die Kollegen der Kinderklinik Mannheim informiert, die in wenigen Minuten zur Stelle sein können.

Von der Praxis, bei jeder Geburt einen Dammschnitt zu machen, ist man schon eine ganze Weile abgekommen. Es kommt gelegentlich zu Situationen, in denen die Durchführung eines Dammschnitts dennoch notwendig wird, z.B. wenn aufgrund drohender Gefahr für das Kind die Geburt rasch beendet werden muss. In aller Regel versuchen wir das jedoch zu vermeiden, sodass Sie die Chance auf eine Geburt ohne Geburtsverletzung haben.

Ja, uns stehen 4 modern ausgestattete Kreißsäle zur Verfügung.

Rund um die Uhr stehen zwei Narkoseärzte im Haus zur Verfügung, sodass eine PDA auf Wunsch zu jedem Zeitpunkt möglich ist.

Grundsätzlich stehen Sie und Ihre Wünsche bezüglich der Geburt im Mittelpunkt. Ob im Verlauf der Geburt eine PDA von Ihnen gewünscht wird oder nicht, ist oft nicht vorherzusehen.

Manchmal gibt es aber auch Situationen, in denen aus geburtshilflicher Sicht eine PDA sinnvoll erscheint, z.B. wenn seit längerer Zeit kein Geburtsfortschritt mehr stattgefunden hat und eine Entspannung des Muskulatur erstrebenswert ist.

Es sind immer zwei Hebammen im Zwölfstundendienst vor Ort. Eine von diesen beiden wird sich um sie kümmern.

In den meisten Fällen können wir Familienzimmer ermöglichen. Um der großen Nachfrage nachzukommen, werden aktuell weitere Familienzimmer gestaltet.

Die Nutzung eines Familienzimmers kostet die Begleitperson 50€/Tag.

Jede Frau hat das Recht selbst über ihren Körper zu bestimmen. So bieten wir nach einem Aufklärungsgespräch über die Vor- und Nachteile des Kaiserschnitts diesen auch auf Wunsch an.

Es gibt viele Gründe für eine Spontangeburt. Für die langfristige Gesundheit von Mutter und Kind ist die vaginale Geburt deutlich zu bevorzugen, z.B in Hinsicht auf Risiken für Folgeschwangerschaften oder folgende Geburten, Bildung von Verwachsungen oder auch Anpassungsstörungen des Kindes sowie die Entstehung von Allergien. Die Bindung zwischen Mutter und Kind wird durch die Spontangeburt und die unmittelbare körperliche Nähe direkt nach der Geburt gefördert. Insgesamt ist man nach einer Spontangeburt deutlich fitter und kann sich besser auf sein Neugeborenes einlassen.

Nachdem Ihr Kind geboren wurde, zeigt es recht bald, dass es nach der mütterlichen Brust sucht. Bereits im Kreißsaal stehen Ihnen unsere Hebammen bei diesem ersten Anlegen des Kindes an die Brust mit Rat und Tat zur Seite. Sollte es zu einem Kaiserschnitt kommen, legen wir auch hier großen Wert auf das „Bonding“ im OP, also den engen Hautkontakt von Mutter und Kind noch im OP.

Und auch auf der Wochenstation wird Ihnen kompetent geholfen. Darüberhinaus steht auch unsere Still- und Laktationsberaterin zu Stelle um die wichtigsten Fragen rund ums Stillen mit Ihnen zu besprechen und zu helfen.

Auch in den Zeiten der Corona-Pandemie möchten wir Ihnen helfen, die ersten Momente als Familie miteinander zu genießen. Deshalb finden wir die Begleitung durch eine Person des Vertrauens im Kreißsaal zur Geburt sogar wichtig!

Bei Aufnahme wird aktuell jede Frau auf SARS-CoV-2 abgestrichen, ein Mund-Nasen-Schutz sollte getragen werden.

Auch Familienzimmer können wir in dieser Zeit anbieten. Hierfür wird die Begleitperson bei Aufnahme ebenfalls abgestrichen. Solange das Ergebnis noch aussteht, sind die Begleitpersonen angehalten, sich möglichst im Patientenzimmer aufzuhalten. Familienzimmer werden derzeit erst nach der Geburt angeboten.

Besuch auf der Entbindungsstation ist, wie im Rest des Krankenhauses auch, einmal am Tag zwischen 16 und 19 Uhr durch eine Person möglich.

Auch wir müssen uns hier nach den tagesaktuellen Vorgaben der Stadt und des Landes richten, sodass sich die Bestimmungen entsprechend des Infektionsgeschehens ändern können.

Bei der Rate der Kaiserschnitte bewegen wir uns etwa im Bundesdurchschnitt.

In einer komplikationslosen Schwangerschaft wird eine Geburtseinleitung empfohlen, wenn seit dem errechneten Entbindungstermin 7-10 Tage vergangen sind. In manchen Situationen kann es aber durchaus sinnvoll sein, schon früher mit einer Einleitung zu beginnen, beispielsweise wenn das Kind nicht mehr ausreichend wächst, die Fruchtwassermenge deutlich abnimmt oder ein Schwangerschaftsdiabetes vorliegt, der mit Insulin behandelt werden muss.

Wir bevorzugen im Normalfall die medikamentöse Einleitung mit Minprostin. Dies ist ein Gel, dass in die Scheide eingebracht wird und dort dafür sorgt, dass sich der Gebärmutterhals verkürzt und der Muttermund eröffnet. Gerne bieten wir unseren Schwangeren vorbereitend auch alternative Methoden wie Nelkenöltampons oder Wehentee an. Auch eine mechanische Einleitung z.B. mit Dilapan Stäbchen kann durchgeführt werden.

Aufgrund der Coronapandemie steht diese Option aktuell nicht zur Verfügung. Im Normalfall bieten wir aber an, kleinere Geschwisterkinder mit ins Familienzimmer aufzunehmen.

Wir empfehlen das Legen eines intravenösen Zugangs aus folgenden Gründen: Hierüber wird die übliche Blutentnahme bei Aufnahme erfolgen. Außerdem können unvorhergesehene Situationen auftreten, in denen ein rasches Handeln notwendig wird. Dann kann der Zugang zur Verabreichung von Notfallmedikamenten genutzt werden.

Am besten ist es, wenn Sie sich in der 30.-34. SSW telefonisch im Kreißsaal melden, damit wir einen Termin für die 35./36. SSW zur Anmeldung im Kreißsaal vereinbaren können.

Um das Krankenhaus stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung.

Nach einer normalen Geburt bleiben die meisten Frauen zwei oder drei Tage im Anschluss stationär. In dieser Zeit sind die üblichen Neugeborenenuntersuchungen wie (Stoffwechselscreening, Hörtest, U2) sowie die Abschlussuntersuchung der Mutter abgeschlossen. Nach einem Kaiserschnitt verlängert sich der Aufenthalt entsprechend um einen Tag. Sollten Sie sich noch nicht erholt haben oder Komplikationen auftreten, bleiben Sie selbstverständlich länger.

Die Anmeldungen für das Kursangebot der Elternschule finden Sie unter www.elternschule-mannheim.de. Die Kurse werden aktuell zum Teil als online-Kurse angeboten.

Wenn bei Ihnen bestimmte Schwangerschaftsrisiken, wie z.B. ein Schwangerschaftsdiabetes, vorliegen oder Ihnen von Ihrem Frauenarzt ein Kaiserschnitt empfohlen wird, sollten Sie sich in unserer Geburtsplanungssprechstunde vorstellen. Grundsätzlich erfolgt die Vorstellung hier mit Überweisung von Ihrem Frauenarzt sowie mit vorheriger Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 0621 /8102-3124.

Die Spontangeburt bei Beckenendlage bieten wir nicht an. Wir beraten Sie aber gerne zu einem Versuch der „Äußeren Wendung“, einem Verfahren bei dem man das Baby von außen versucht in die „richtige“ Position, also in Schädellage, zu drehen. Sollten Sie Ihr Baby bei Beckenendlage per Kaiserschnitt zur Welt bringen wollen, können Sie selbstverständlich auch bei uns entbinden.

Ja, es gibt ein Patienten-WLAN, das für die Wöchnerinnen auch kostenlos nutzbar ist.